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Sonntag, 19. Dezember 2010

Copenhagen for 8 months...

Es ist viel passiert die letzten Wochen und so langsam kann ich sagen ich bin angekommen in Kopenhagen, wo ich die nächsten 8 Monate verbringen werde. Wie ist die Stadt im Vergleich zu Stavanger?

TJA, wo fang ich da an? Es schneit wie in Stavanger,
es gibt den 7Eleven Kiosk wie in Stavanger,
die Leute sagen Takk um sich zu bedanken,
...und auch sonst sind die geschriebenen Worte ähnlich zum kürzlich erworbenen Norwegischvokabular,
DOCH so einfach ist es nun auch wieder nicht.
Vor allem die Sprache, also von Ohr zu Ohr sozusagen ist gewissermaßen anders.
Die Norweger sagen, es hört sich an wie Norwegisch, das man mit einer heißen Kartoffel im Mund spricht! Die Dänen sagen, in Stavanger ist es so teuer, dass man die Gurken in Stücken kaufen kann.
*lautlach* Beides ist lustig, aber ich hab noch keine Gurken in Stücken kaufen müssen, hingegen wahrlich gestaunt, wie sich heiße Kartoffeln im Mund anhören könnten. :)

Ich bin beeindruckt von den schönen Häusern, den vielen Fahrrädern (vor allem denen mit nem Kastenvorbau, in dem die Kinder morgens zum Kindergarten chauffiert werden, wie in nem Taxi), der Shoppingauswahl, den leckeren Restaurants und dem Großstadtflair, dass ich nach Hamburg schon ein bischen vermisst habe.

Hei hei (wie die Dänen sagen) oder Hader bra (der Norweger)
God Helg!

Freitag, 2. Juli 2010

God Helg!

...sagen die Norweger, wenn sie n schönes Wochenende wünschen.
Und wie jeden Freitag freu ich mich drauf, auch wenn es diesmal nicht das Gleiche ist. Denn ich bin das erste WE allein in der neuen Wohnung und alles ist ein bischen anders:

  • Es ist nach 2o:oo und ich hab noch kein Abendbrot gegessen, will aber unbedingt den Post noch zuende schreiben ;)
  • Ich bin heut allein in die Tiefgarage gefahren und keiner hat meine Einparkkünste gelobt. Wir haben ENGE Parkplätze! Jawoll.
  • Keiner hat mir schon während der Heimfahrt von seinem Arbeitstag erzählt und sich in hastigen Unterbrechungen meinerseits die Erlebnisse vom ersten "kopp kaffe" bis zum letzten gewünschten "God Helg" angehört. Ich war heut der letzte im Bürro...
  • Keiner wird morgen früh die Brötchen backen und den Tisch gedeckt haben, wenn ich aus der Dusche komme, geschweige denn so gute Frühstückseier machen, die innen flüssig und im weißen Teil hart sind :( Wat ne Homage an Mr. Mac der an dieser Stelle aufgrund seiner Vorliebe für angebissene Äpfel einfach mal so getauft wird!
EiPOTT: Vielleicht bekomm ich irgenwann mein perfekt gekochtes Frühstücksei SO serviert :)
designed and picture by qed* Design


Mr. Mac ist nämlich heut in den Flieger gestiegen und hat sich auf in die Heimat nach Hamburg gemacht um nicht weit weg von dort ein Herrenwochenende bei über 30 Grad zu starten. Ich mach mir schon Sorgen über die Brandblasen, die ich pflegen kann, wenn er wieder Heim kommt. Die norwegische Sonne kann man nicht als abhärtend bezeichnen :)

Hier sind nämlich grad relaxte 21° und das ist HEISS für Stavanger. Zudem finden grad die Volleyball-WM bei uns am Hafen statt (wer hätte das gedacht) und die Stimmung in town gleicht einem Urlaubsort im Süden. Da weiß man gar nicht welche WM man verfolgen soll :)

Ich werd morgen also meine eigenen Brötchen backen (was ich natürlich auch hinkriege, dafür werden die Frühstückseier nicht auf den Punkt sein, wie ich sie mag ;) und nach ner duftenden Tasse Kaffee (auf die ich mich jetzt schon freue, diese aber noch nicht trinken kann, weil ich sonst nicht schlafen kann) den hiesigen "Flohmarkt" besuchen gehen. Da ist der Mr. Mac nämlich bestimmt froh, dass er nicht dabei sein muss und mir fallen da noch so n paar andere Aktivitäten in der City ein, wo alle Männer froh sind, wenn es ne "Wartebank" gibt. ;)

Also in diesem Sinne allen ein "God Helg"!!!
Jetzt hab ich aber wirklich Hunger!!! wenn ich mal auf meinen Bauch hör...

Dienstag, 17. November 2009

Die ersten Tage...

Nach einer ordentlichen Portion Schlaf begann der Sonntag an unserem neuen Kiefern-Esstisch vor einer riesigen Fensterfront, die nun den Blick auf die Straße, die Konzerthalle und den dazugehörigen Park freigab. Während wir mitgebrachtes Essen aus Deutschland und Kaffee aus unserer Senseo-Maschine zu uns nahmen, planten wir den restlichen Tag.

Wir machten uns auf durch die Altstadt (Gamle Stavanger) zum Hafen und schossen ein paar erste Fotos der neuen Stadt. Leider war die Sonne noch nicht aufgestanden und kam auch nicht mehr hervor ;), weshalb die ersten heimgeschickten Foddos einen recht trüben Eindruck vermittelten. Trotzdem nuuur positives Feedback von Verwandten und Freunden, die in den ersten Tagen Mut machten ;) Danke!

Aber auch ohne Sonne konnte man erkennen, dass das kleine Städtchen durchaus Potenzial zur Wohlfühlstadt hat und gar nicht so richtig den Titel "Erdölstadt" verdient, wenn man sich ein Bild davon machen möchte. Dem Namen haftet nämlich zugegebenermaßen ein wenig Kälte und Industriecharme an, den man hier eigentlich suchen muss. Im Gegenteil: süße kleine Holzhäuser, weiß angemalt und teilweise in kräftigen Farben gestrichen; Kopfsteinpflaster, viele kleine Boutiquen und Läden, Kunsthandwerker, Maler, freundliche Leute und im Zentrum ein Kulturhaus mit einem Kino, das einem das Gefühl gibt man sitzt im Theater (war auch früher eins, glaub ich).

Witzig erscheint vor allem in den ersten Tagen die norwegische Sprache im Getümmel der engen Gassen. Ständig strengt man die Ohren an, wo das gewohnte Deutsch geblieben ist. Man ist selbst gehemmt zu sprechen, weil man nix versteht und zunächst nur lauscht.

Lustige Situationen entstanden auch nach nach dem ersten Einkauf im Supermarkt mit heimischen Marken und Lebensmitteln. Teilweise haben wir am Frühstück richtige Tränen gelacht über "Leverpostei"(Leberwurst) und "Lukkefunksjon" (Schließvorrichtung) an der Käseverpackung. Viele Wörter scheinen einfach nur falsch geschrieben und zaubern immer wieder ein schmunzeln aufs Gesicht, wie z.B. Fiskekaker für Fischfrikadelle, aber nicht vergleichbar mit der Hamburger - ich hab nichtmal eine geschafft, hihi. Auch die Farbe der 12er Packung Eier ist soooo süß :)