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Samstag, 9. Oktober 2010

Straßenkunst...

Heute war es wunderbar sonnig in Stavanger und ich hab das Gute-Laune-Wetter genutzt um der neuen Kamera ein paar interessante neu entdeckte und altbekannte Kunstwerke zu zeigen, aber seht selbst wie kreativ die Stadt in manchen Ecken und auf vielen Hauswänden sein kann :)













Samstag, 5. Juni 2010

Moods of Norway


Inzwischen liegt dieses schnuckelige Bötchen nicht mehr im Stavanger Hafen, aber hat vor kurzen noch durch sein buntes Erscheinungsbild auf die Neueröffnung des Klamottenladens Moods of Norway aufmerksam gemacht. Ich war inzwischen auch mal drin und find den Laden sehr erfrischend mit all den bunten Farben und Umkleiden in alter HolzPlumsklo-Optik. Da wo das Plumsklo-Loch ist haben sie einfach nen Spiegel eingebaut (natürlich auch noch nen Großen ;) was ich wirklich originell finde.

Montag, 17. Mai 2010

17. Mai is hier frei :)

Heute ist in Norwegen Nationalfeiertag, genauer gesagt TAG DER VERFASSUNG. Zu diesem Anlass gibt es mehrere Festtagsumzüge, in denen Kinder, Vereine und vor allem Menschen in traditionellen norwegischen Trachten (sog. Bunad) durch die Straßen ziehen. Nachdem es gestern den ganzen Tag geregnet hat bin ich froh für alle Teilnehmer (und Zuschauer), dass es heut trocken blieb und sich sogar die Sonne dann und wann blicken ließ (leider nicht auf meinen Fotos ;). So blieben die Instrumente der mitmarschierten Musikkapellen trocken und auch die Schaulustigen am Straßenrand hatten ihren Spaß beim Beobachten der kleinen Kunststücke von diversen Turnvereinen :)

Samstag, 17. April 2010

Verpasst...

Dieses Wochenende findet hier das Stavanger Weinfest statt. Mehrere Restauraunts der Stadt nehmen daran teil und bieten ihre Weine zur Probe an.
                                                                 Quelle: Stavanger Aftenblad (Foto: Kristian Jacobsen)

Da war ich noch am Dienstag ganz stolz, dass ich die norwegischen Schlagzeilen im Stavanger Aftenblad entziffern konnte: "Vinfest i Stavanger" und nun bin ich zum einen bitterbös erkältet und zum anderen hat das Wetter hier so umgeschlagen, dass es heut den ganzen Tag schon regnet :( Klar ist es nicht so schwer "Vinfest i Stavanger" zu entschlüsseln, aber ich habe AUCH herausgefunden, dass heut im Hall Toll (= größte Disco hier mit Restaurant) eine Art Weinmesse von 12:30-16:30 Uhr stattfindet. Daaaa wollt ich so gern hin und mich mal so herrlich durchprobieren. Stattdessen schnupfe und schniefe ich hier auf der Couch herum und der einzige Trost ist das Wetter: 7°C und Regen. Da will man eh nicht gerne raus und somit kann ich gaaaanz in Ruhe gesund werden, bevor es Montag wieder malochen geht :)

Schönes Wochenende!

Sonntag, 11. April 2010

Frühling und Sonne, endlich :)


Also endlich gibt es hier auch Sonne und die wird ja in Norwegen auch gleich so wahrgenommen (von den Norwegern), als hätte der Wettergott noch 10 Grad Bonus gegeben. Die Leute sitzen alle vor den Bars am Hafen und trinken ihr erstes "Uteøl" (=Draußenbier) bzw. n Käffchen in der Innenstadt.

Ganz Mutige laufen bei 8°C im T-Shirt durch die City und WIR haben am Wochenende gleich mal schön deutsch die Grillsaison eingeläutet, sind flux am Samstag in den Fachmarkt gedüst und haben nen tollen Elektrogrill gekauft. Da es am Gartencenter vorbeiging, hab auch ich ein paar frische Frühlingsblumen für den Balkon erstehen können und mir fest vorgenommen, dorthin bald wieder einen Abstecher zu machen ;) Hehe.

Beim Sonntags-Spaziergang durch die Stadt haben wir wieder mal einen ordentlichen Klopper im Hafen liegen sehen - die FRAM.

Die Fram (benannt nach dem Polarschiff des Forschers Fridtjof Nansen) gehört zur Flotte der Hurtigruten und wurde speziell für Entdecker-Seereisen in der Arktis und Antarktis gebaut (2007). Sie ist 110 m lang und 20 m breit und ich will natürlich unbedingt irgendwann mal mitfahren :) Dafür muss aber noch ein wenig malocht werden. Überhaupt müssen diese Hurtigruten der Hammer sein, mal sehen, ob ich hier irgendwann mal mehr drüber berichten kann ;)

Montag, 25. Januar 2010

Mein Stimmungsfoto 2009


Dieses Foto hab ich kurz vor Weihnachten (noch vor dem Schnee) in der Løkkeveien aufgenommen. Was soll ich sagen; ich mag das Foto und vor allem den Eindruck der entsteht, wenn man den schlichten "klassizistischen" Baustil des Hauses (vielleicht ein wenig renovierungsbedürftig ;) neben dem leuchtend überladenen Schaufenster betrachtet. Auch der Kranz aus Tannengrün versucht, leider ohne reelle Chance, dafür mit viel Mut zur Lücke, kleinere Bauschäden zu verbergen. Das Foto zaubert jedesmal ein freundliches Schmunzeln in mein Gesicht, weil ich es total beeindruckend finde, wie hier den äußeren Umständen getrotzt wird!

Montag, 18. Januar 2010

Der Valbergturm von Stavanger

Der Valbergturm, den ihr auch im Headerbild sehen könnt, ist 26.5 m hoch und seit Alters her (1853) der höchste Punkt der Stadt. Damals wurde er als Aussichtsturm für die Nachtwächter der Stadt genutzt, die von hier aus quasi den kompletten Rundumblick hatten und die Bewohner über das Läuten der Glocke vor ausbrechenden Feuern warnen konnten.
Heute befindet sich im Turm ein niedliches kleines Museum, dass die Geschichte der Nachtwächter erzählt mit interessanten Ausstellungsstücken. Leider lohnt es sich scheinbar nicht den Turm ganzjährig für Touristen zu öffnen und man muss auf besondere Anlässe warten, um einmal hinaufsteigen zu dürfen. Wir hatten kurz vor Weihnachten Glück, dass die Queen Victoria hier in den Hafen eingelaufen ist; so konnten wir für ein paar Kronen einmal die Aussicht genießen. Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass es sich soooo lohnt. Wir waren die Einzigen Gäste und ganz allein da oben - unten saß der "Wächter" und tat mir ein wenig leid, den ganzen Tag dort auszuharren und kaum einen Besucher empfangen zu dürfen. Nun weiß ich warum es sich nicht lohnt, diese Aussicht des Öfteren anzubieten.
Das Wetter war an diesem Tag nicht das Beste, aber dennoch ist der Ausblick durch die kleinen süßen Fenster total beeindruckend gewesen. Dabei ist dann auch dieses Foto vom Auslaufen der Queen Victoria entstanden :)

Freitag, 15. Januar 2010

Domkirke Stavanger - Zentrum der Stadt


Hier eine Winterimpression der echt hübschen Domkirke von Stavanger (Ostseite). Lustigerweise, da Stavanger nunmal nicht so groß ist wie Hamburg, steht die Kirche quasi direkt am Hafen und bildet zwischen dem Stadtsee 'Breiavatnet' und dem Hafen den zentralen Mittelpunkt der Stadt auf einer kleinen Anhöhe. So hat man am Westtor (Haupteingang) des Doms einen wunderschönen Ausblick über den gesamten Hafen, sowie den kleinen Markt von Stavanger, der die 200 Meter Strecke zwischen Dom und Hafen mit täglich frischen Obst- und Gemüsewaren füllt.
Der Dom selbst wurde einer Sage zufolge 1125 erbaut, als Stavanger zum Bischofssitz (Bischof: Reinald von Winchester) wurde. Das Bauwerk entstand im anglonormnannischen Stil, brannte 1272 nieder und wurde anschließend im gotischen Stil neu erbaut. Der Dom ist die einzige Kathedrale Norwegens aus dem Mittelalter, die ihr ursprüngliches Aussehen bewahrt hat und kontinuierlich genutzt wurde.
Kurz vor Weihnachten haben wir uns auch mal reingetraut, nachdem etliche Touristen, die gerade Landgang von dem Luxusliner Queen Victoria hatten, reinspaziert sind. Es lohnt sich wirklich die toll geschnitzte Holzkanzel aus dem 17. Jh. anzuschauen. Da krieg ich gleich wieder Lust einen nächsten Besuch zu starten :)

Montag, 4. Januar 2010

Snow in town, ein weißes 2010

Erstmal wünch ich allen ein wunderschönes neues Jahr 2010. Hoffe ihr seid gut reingerutscht und habt so gut gefeiert, wie ich :) Eigentlich mach ich nie Vorsätze, weil sie eh immer gebrochen werden, aber ich geb mir Mühe die Quantität meiner blogger-Einträge zu erhöhen und fang gleich mal mit ein paar Fotos an. Winter kann sooooo schön sein - hier ein paar Impressionen aus Stavanger City von vor ein paar Tagen und grad schneits schon wieder! Mit genügend Fantasie erinnert alles ein bisschen ans geliebte Hamburg, das sich in 10 Jahren wohnungsplatztechnischer Bindung nen festen Platz in meinem Herzen gesichert hat. Doch trotz viiiiielen großen und kleinen anderen Dingen da drinnen ;) ist auch noch etwas frei für Neuentdeckungen, wie das kleine süße Städchen hier....die kleine "Binnenalster", ebenfalls mit Fontäne ;) Hier heißt der kleine See "Breiavatnet" und befindet sich im Herzen der Stadt neben der Cathedrale ("Domkirke"), wo man gaaanz toll Enten füttern kann :)...die Stavanger-"Landungsbrücken" ;)Winter vorm Balkon...gibts in Hamburg nicht, da wir nen besseren Winterdienst haben ;)

Dienstag, 17. November 2009

Die ersten Tage...

Nach einer ordentlichen Portion Schlaf begann der Sonntag an unserem neuen Kiefern-Esstisch vor einer riesigen Fensterfront, die nun den Blick auf die Straße, die Konzerthalle und den dazugehörigen Park freigab. Während wir mitgebrachtes Essen aus Deutschland und Kaffee aus unserer Senseo-Maschine zu uns nahmen, planten wir den restlichen Tag.

Wir machten uns auf durch die Altstadt (Gamle Stavanger) zum Hafen und schossen ein paar erste Fotos der neuen Stadt. Leider war die Sonne noch nicht aufgestanden und kam auch nicht mehr hervor ;), weshalb die ersten heimgeschickten Foddos einen recht trüben Eindruck vermittelten. Trotzdem nuuur positives Feedback von Verwandten und Freunden, die in den ersten Tagen Mut machten ;) Danke!

Aber auch ohne Sonne konnte man erkennen, dass das kleine Städtchen durchaus Potenzial zur Wohlfühlstadt hat und gar nicht so richtig den Titel "Erdölstadt" verdient, wenn man sich ein Bild davon machen möchte. Dem Namen haftet nämlich zugegebenermaßen ein wenig Kälte und Industriecharme an, den man hier eigentlich suchen muss. Im Gegenteil: süße kleine Holzhäuser, weiß angemalt und teilweise in kräftigen Farben gestrichen; Kopfsteinpflaster, viele kleine Boutiquen und Läden, Kunsthandwerker, Maler, freundliche Leute und im Zentrum ein Kulturhaus mit einem Kino, das einem das Gefühl gibt man sitzt im Theater (war auch früher eins, glaub ich).

Witzig erscheint vor allem in den ersten Tagen die norwegische Sprache im Getümmel der engen Gassen. Ständig strengt man die Ohren an, wo das gewohnte Deutsch geblieben ist. Man ist selbst gehemmt zu sprechen, weil man nix versteht und zunächst nur lauscht.

Lustige Situationen entstanden auch nach nach dem ersten Einkauf im Supermarkt mit heimischen Marken und Lebensmitteln. Teilweise haben wir am Frühstück richtige Tränen gelacht über "Leverpostei"(Leberwurst) und "Lukkefunksjon" (Schließvorrichtung) an der Käseverpackung. Viele Wörter scheinen einfach nur falsch geschrieben und zaubern immer wieder ein schmunzeln aufs Gesicht, wie z.B. Fiskekaker für Fischfrikadelle, aber nicht vergleichbar mit der Hamburger - ich hab nichtmal eine geschafft, hihi. Auch die Farbe der 12er Packung Eier ist soooo süß :)

Montag, 2. November 2009

Facts of the new Town...

Stavanger ist mit rund 120.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt Norwegens (nach Oslo, Bergen und Trondheim).
Ursprünglich war der 1125 gegründete Bischofssitz nur ein unscheinbares Örtchen am Rande der Welt. Man lebte vom Fischfang (v.a. Hering) und von etwas Handel, konnte aber nie mit Bergen in Konkurrenz treten. So lebten um 1800 auch nur 2500 Menschen hier. Im 19. Jh. begann Stavangers Aufschwung mit modernen Fischfangmethoden, Schifffahrt, Schiffbau sowie einer florierenden Konservenindustrie. Die Einwohnerzahl stieg daraufhin auf ca. 28.000.

"Boomtown" Norwegens ist Stavanger aber erst seit den 70er Jahren geworden, als große Erdöl- und Erdgasfelder in der Nordsee entdeckt wurden. Die Stadt wurde zum Dreh und Angelpunkt für den Flugverkehr zu den Bohrinseln, auf deren teilweise Herstellung sich auch örtliche Werften spezialisierten. Ölkonzerne mit Mitarbeitern aus aller Welt eröffneten ihre Büros in der Stadt, was der Stadt eine multikulturelle und offene Atmosphäre verleiht. Die Stadt gehört zu den wichtigsten Wachstums- und Innovationszentren Norwegens und erhielt 2008 zusammen mit Liverpool den Titel "Europäische Kulturhauptstadt". Es herrscht eine spannende Mischung zwischen Alt und Neu: Man sagt, die Altstadt (Gamle Stavanger) ist eins der malerischten Holzhausviertel Norwegens mit Kopfsteinpflaster-Gassen, idyllischen Gärten und kleinen Kunstläden. Dagegen ragt im Hafen das 1999 eröffnete Erdölmuseum aus dem Wasser und erzählt in Wänden moderner Architektur die Geschichte des Öls.